Anschließend an die Erdkunde-Epoche der 9. Klasse, die einen geologischen Schwerpunkt hat, wird auf der Alpenüberquerung am Ende des Schuljahres die Gesteinskunde praktisch vertieft. Von den nördlichen Kalkalpen durch die Zentralalpen bis in die Dolomiten führt die ca. 10-tägige Wanderung. Übernachtet wird in den Hütten des Alpenvereins oder in Zelten. Begleitfahrzeuge helfen, das Nötige an Ort und Stelle zu bringen.
Auf dem Weg vom Karwendel über die Tuxer, Zillertaler Alpen, die Riesenfernergruppe bis in die Sextener Dolomiten durchwandern die Schüler täglich die verschiedenen Höhenstreifen in der Vegetation, erleben die verschiedenartigen Charaktere von Kalk-, Schiefer-, Gneis- oder Granitlandschaften, laufen durch enge Kerbtäler und Schluchten, vorbei an Wasserfällen und durch ehemals vom Eis geformte Landschaften, über Moränen und an Gletschern entlang. So wird die Entstehung der Alpen zum Erlebnis. Das fast tägliche Überschreiten eines Gebirgskammes bedeutet auch immer wieder das Erleben von Grenzen: Wetterscheiden, Grenzen im Kleinklima, Landes- und Staatsgrenzen, Wasserscheiden, Sprach- und Kulturgrenzen und nicht zuletzt das Erleben eigener Leistungsgrenzen.


