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Feldmessen
Unternehmungen und Praktika in der Oberstufe
Das Feldmesspraktikum ist eine Besonderheit der Waldorfschule. Dabei wird, wenn möglich, bislang unvermessenes Land von den Schülern neu vermessen und auf einer Karte festgehalten. Voraus geht dem einwöchigen Praktikum eine Physikepoche, in welcher auch der Umgang mit dem Theodoliten geübt wird. Was theoretisch bereits gekonnt wird, muss sich in der Praxis aber oft erst noch bewähren: wer rechnet schon damit, welche Mühsal eine simple Längenmessung mit sich bringt: bergab, quer am Hang, exakt in der Fluchtlinie über Baumfüße und durch Gebüsch?! Oder mit den Schwierigkeiten einer Koordinierung: wie viele Punkte müssen eingemessen werden, um eine Rundung, eine Baumgruppe, einen Platz auf der Karte genau wiedergeben zu können? Wichtig ist vor allem auch das exakte Arbeiten und genaue Protokollieren, die Notwendigkeit der Kontrolle der Messung. Die Karte ist ein Mittel zur Orientierung des Menschen in der Landschaft. Um Orientierung im übertragenen Sinne geht es letztlich in dieser Epoche auch, trägt sie doch zur Persönlichkeitsentwicklung des 10.-Klässlers bei.
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